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Sketche zur Silberhochzeit





Wenn einige Menschen sich zusammen finden, um eine Silberhochzeit zu feiern, lockert vielleicht ein kleiner Sketch oder Vorführung (zur Belustigung der Gäste), die Feier etwas auf. Vielleicht findet ihr einige Zeilen, die euch gefallen. Viel Spaß beim Lesen.
Und später - gutes Gelingen bei den Aufftritten auf Silberne Hochzeiten

Diese Verse stelle ich euch gerne für private Zwecke zur Verfügung.




Festspiel zur silbernen Hochzeit

(Sketch für fünf Personen)


Des Hauses Glück


Personen:

Hymen:
Hochzeitsgott. Junges Mädchen von 12-14 Jahren
in weißem griechischem Knabengewand mit Flügeln,
Haar begränzt; in der Hand ein Fackel.

Der Fleiß:
Kostüm - Heinzelmann mit langem Barte; größerer
Knabe oder kleiner Herr.

Die Treue:
Dame in blau griechischem Gewand, in der Hand blaue
Blumen an langem Stil

Die Eintracht:
Dame in Kostüm von Silbergaze, Silberdiadem,
in der Hand Silberpalme.

Der Humor:
Herr in Rococco-Kostüm ganz von rosa Atlas;
Kopf weiß Puderperrücke mit rosa Dreimaster.

Scenerie: Säulenhalle, oder wenn nicht zu beschaffen, einfaches Zimmer;
eine Thüre rechts, eine Thüre links; Mitte der Hinterwand ein sehr großer
zweitüriger Schrank, der von hinten ebenfalls zugängig ist. - In einer Ecke
ein großer Kamin oder Ofen, mit Ofenschirm. - Neben dem Schranke rechts
und links hohe Topfgewächse.

Musik: Präludium, Vorhang hoch, von links.
Hymen: Bon soir! Da bin ich! - -
Ganz so wie ich war,
Heiter und minnig,
Schon vor 25 Jahr
Bei eurem Myrthen-Hochzeitsfeste! - -

Hymen, der Hochzeitsgott - so heiß' ich
Und konservire mich auf's beste,
Trotzdem ich pflege äußerst fleißig
Bei allen Hochzeiten auf Erden
Als Arrangeur geseh'n zu werden

Vielleicht denkt sich nun mancher eben,
Der Hymen für ein Götterleben;
Bei Festen stets zugegen sein,
Bei Tanz, Gesang, bei Spiel und Wein -
Das meint man - müsse sicherlich
Auch immer fröhlich stimmen mich.

Doch ist dies leider nicht der Fall,
Hochzeiten gibts zwar überall,
Nur ich - mit meinem Seherblick
Gewahre gleich, welch ein Geschick
Dem Brautpaar blüht im neuen Haus,
Dies sieht nicht immer fröhlich aus.
Mir stets nicht zu, dies zu entscheiden,
Ich bin nur Herr der Hochzeitsfreuden.

Ein Fest wie dieses froh gestalten,
Das ist mein Amt, - für spätre Zeit
Treten dann andere Gewalten
In wechselvoller Tätigkeit.

Des Hauses Glück - -wie jeder weiß,
Bedingt vor allen Dingen: "Fleiß",
Dann kommt die Eintracht an die Reihe
Und mächtig wirket auch die Treue!

Diese drei Tugenden, sie waren
Bereits vor 25 Jahren
Dem Paare ganz zu eigen hier,
Das heute wieder feiern wir;
Drum hab' bei eurem Hochzeitsfeste
Viel Glück ich auch geseh'n voraus
Und hab' wie alle andren Gäste
Mich einst bei eurem Hochzeitsschmaus
Auch amüsirt auf' allerbeste.

Ich kann auch heut' von Zukunftstagen
Nur Gutes im Voraus euch sagen,
Weil beide Alles ihr besitzt,
Was zu dem Glück des Hauses nützt.

Zunächst hört' euern Fleiß ich rühmen,
Heinzelmann (springt aus dem Kamin, oder hinter dem Ofenschirm
hervor, großer Silberhammer in der Hand).
Bitte Silentium, Vetter Hymen!
Der Fleiß bin ich - und selbst ich reden kann.
Hymen: Gott grüß euch, Meister Heinzelmann;
Gewiß! Es weiß die ganze Welt,
Daß ihr mit Fleiß das Haus bestellt.

Fleiß:
Wir wirken emsig aller Orten,
Stets nach den schönen Dichterworten:
"Das Glück nur dem die schönste Palme beut,
"Der fleißig schafft und seines Thuns sich freut.
Und hier dem (Franz) und der (Luise)
Schrieben an's Haus wir als Devise:
"Was leicht erworben, scheint nicht theuer,
"Was sauer wird, ist doppelt euer.

Und hiernach haben sie gehandelt,
Der (Franz) voran mit krät'gem Schritt
Und Frau (Luise) immer mit,
Bis Beide sie durch eigne Kraft
Stellung sich in der Welt verschafft.

Drum war euch denn das Glück auch hold
Und froh kann ich verkünden,
Daß ihr als Belohnung sollt
Auch fernerhin stets finden.

(Gegen den Schluß der Rede ist Hymen nach links abgegangen,
und von recht erschienen die Eintracht)

Eintracht:
Ei seht doch diesen Heinzelmann
Mit seiner Prophezeiung an;
Ich gebe zu, der Fleiß ist schön,
Doch sprich: wie könnte er bestehn
Dauernd bei einem Ehepaar,
Wenn es nicht einig ganz und gar?

Die Eintracht - die durch mich vertreten,
Ist drum vor Allem erst von Nöthen,
Soll eine Ehe glücklich sein!
Das sieht ganz sicher Jeder ein.

(Franz) und (Luise) waren nun
Voll Eintracht stets bei ihrem Thun
Und bleiben es auch immer dar
Die nächsten 25 Jahr.

Aus diesem Grunde Heinzelmann,
Ich ihnen heut' weissagen kann,
Daß sie nun ohne Sorg' und Müh'n
Soll'n freudig ihre Straße zieh'n,
Bis sie auf ihre Ehereise
In Eintracht - nach gewohnter Weise,
Wie heute - Hand in Hand zu zwei'n
Im goldnen Gasthaus kehren ein.

Treue (von rechts herein)

Schwester! Was du verbracht, ist viel!
Die Eintracht weiß ich wohl zu schätzen,
Auch fördert schnell der Fleiß zum Ziel,
Nur dürft ihr mich zurück nicht setzen.

Die Treue (Verbeugung) macht im deutschen Haus
Das höchste Glück der Ehe aus. - - -
-Auf dieses Paar hier vor uns schaut:
Silberbräut'gam und Silberbraut,
Wie sie dereinst sich am Altar
Treue gelobten immerdar,
So hielten sie den heil'gen Eid
In Liebe innig - alle Zeit.

(Hymen von links herein)

Es haben diese sich erprobt
In manchem Sturm, der sie umtobt,
Treulich steh'n sie zur Seite sich,
In frohen und in trüben Stunden
Und darum haben ewiglich
Sie auch das wahre Glück gefunden.

Hymen:
Bewiesen habt ihr alle drei,
Daß jeder ihr zum Glück tragt bei;
Wo ihr vereint in einem Haus
Schaut drum die Ehe fröhlich aus.

(Der große Schrank öffnet sich, aus denselben springt heraus)

Humor: (dann schließt sich der Schrank sofort)
Entschuld'gen sie, - die Fröhlichkeit
Bringen sie alle nicht hevor,
Dazu braucht mich man weit und breit
(grüßt)
Den rosafarbenen Humor!

(zum Heinzelmann)

Der Fleiß - ist ja sehr lobenswerth,
Wochentags er auch nicht stört,
Doch fängt die Sonntagsruhe an,
Was nutzt dein Fleiß dann Heinzelmann?
Willst Butterbrot zu Haus du essen,
Hast aber den Belag vergesen,
so kannst du durch ganz Deutschland laufen.
Nirgends gibt Aufschnitt es zu kaufen.

Steigt dann die Galle dir empor,
Den Ärger auszulassen,
Mach' ich dir ein'ge Schnurren vor,
Natürlich immer mit Humor
Und schneide auf in Massen;
Oft mehr fast als begehrlich -
Der Aufschnitt wird entbehrlich.

(zur Eintracht)

Die Eintracht auch ist wunderschön,
Man muss sich nur darauf verstehn -
Wollte beim Reden und beim Fragen
Mann und Frau immer "Ja" nur sagen,
Gewiß dies höchste Eintracht wär',
Doch sicher auch - langweilig sehr.

Wo aber herrscht Humor im Haus
Da findet man sich bald heraus,
Es wechselt "Ja" dann oft mit "Nein"
Und er und sie sehn beide ein:
Mit Bitten - herrscht die Frau
Und mit Befehl der Mann,
Sie - wenn sie will - ist schlau
Und er herrscht, wenn er kann.

Die Eintracht wird von ihr erledigt
Sehr häufig per Gardinenpredigt,
Worauf er dann verstummt,
Sich in den Bart was brummt
Und schleunigst aufsucht seinen Skat,
Der ist einträglich in der That!

's gab zur Betrachtung alle Zeit
Die Ehe viel Gelegenheit:
Man fragte Sokrates, was wohl das bessre wäre,
Zu freien oder nicht zu frein?
Und voll Humor gab er die Lehre:
Thut was ihr wollt, es wird euch nicht gereu'n.
Hier nun bei diesem Jubelpaar
Sieht auf den ersten Blick man klar,
Schaut man im Silberglanze sie:
Gereut hat die das Freien nie!

Treue: Weil treu sie aneinander halten;
Was auch mag bringen das Gesschick
Sie bleiben immer ganz die Alten,
Ihnen schuf Treu alles Glück.

Humor: Sehr richtig! Doch es kommt mir vor.
Auch hierbei wirkte mit: "Humor".
Es ist doch wohl mal vorgekommen,
Daß eine Dame schön und fein
Herr (Franz) hat gerne wahrgenommen,
Sein Herz ist doch kein Kieselstein; -
Natürlich - sich ganz harmlos stellt er.
(Luise) dann kein Wort verlor,
Er wird ja alle Tage älter,
So dachte sie nur - - voll Humor.
Hymnen: Laßt allespro und contra streiten,
Wir alle fünf das kann man seh'n,
Haben ein jeder gute Seiten
Für einer Ehe Wohlergeh'n,

(auf das Jubelpaar zeigend)

Beweis sind ja hier diesen beiden,
Die froh zu Silberfestesfreuden
Gelangt sind, - weil sie uns gefunden
Und dauernd sich mit uns verbunden.

Wie einst ihr Liebe euch betheuert
Und heut' den Liebesbund erneuert,
Helf' ich euch, daß ihr rüstig steuert
Und fröhlich euer Goldfest feiert.

Fleiß: Was mühsam ihr durch Fleiß erungen
Im Alter ihr genießen sollt,
Es war nach manchen Wandelungen
Zu Silber heut' - und wird einst Gold.
Ihr schätzet mich - ich schätze euch
Und will es auch beweißen gleich,
Sofort das Gold euch zeigen,
Das ich euch mach' zu eigen.

(Er klopft mit einem Hammer dreimal gegen die Schranktür,
diese öffnet sich weit, Musik ganz piano, getragene Walzer-
Melodie, im Schranke

"Lebendes Bild"
ein ganz altes Ehepaar hält sich im Tanz umfangen,
wiegt sich nach dem Walzertakt; 2 Amoretten (Kinder) halten
über dem Paar lange Goldguirlanden mit Kranz 50. -
Hinterwand des Schrankes hellblau. - Bengalische Beleuchtung).

Eintracht: - stellt sich links vom Schrank
Treue: - stellt sich rechts vom Schrank
Fleiß: - Hockt mitten vor dem Schrank
Hymnen: - neben Treue

Eintracht und Treue sprechen zusammen:
Zu jenes Goldes Zukunftsschimmer
Dort leuchten euch von weiten,
Werden euch zwei - glückspendend immer
Eintracht und Treue leiten.


Alle:Und wie wir heute taten hier,
Treten dann wieder vor euch hier,
Um unserm Wunsch ausdruck zu geben:
Das Jubelpaar, hoch soll es leben!

Musik: Hoch soll'n sie leben,
Dreimal hoch!




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